Snake
Snake ist das Spiel der alten Nokia-Handys, und es hat eine Eigenheit, die es von jedem anderen Reaktionsspiel unterscheidet: Je besser du wirst, desto schwerer wird es, denn das Hindernis, das dich umbringt, bist du selbst — Segment für Segment gewachsen.
Die Regeln
Die Schlange bewegt sich von allein und hält nie an: Du bestimmst nur die Richtung. Bei jedem Bissen wächst sie um ein Segment, und anderswo erscheint neues Futter. Die Partie endet, wenn der Kopf einen Rand oder den eigenen Körper berührt.
Pocket Games hat drei Geschwindigkeiten — Leicht, Mittel, Schwer — mit je eigenem Rekord. Das Spiel beschleunigt außerdem von selbst, während die Schlange wächst: Was anfangs bequem wirkt, ist es zur Halbzeit nicht mehr.
Steuern lässt sie sich auf drei Arten, wählbar in den Optionen:
- Pfeile: vier Richtungstasten, der Klassiker.
- Joystick: ein analoger Hebel, der zur Mitte zurückkehrt.
- Wischen: irgendwo auf dem Bildschirm wischen.
Am Computer geht es mit den Pfeiltasten. Alle drei sind einen Versuch wert: Bei langer Schlange, wo jede Kurve im exakten Moment sitzen muss, ist der Unterschied gewaltig.
Wie man überlebt
Fahr in Schlangenlinien, nicht geradeaus. Direkt auf das Futter zuzuhalten ist die natürlichste Art zu spielen und zugleich der schnellste Weg, den eigenen Körper zufällig über den Bildschirm zu verteilen. Wer hohe Punktzahlen erreicht, fährt den Bildschirm in parallelen Bahnen ab: hoch, ein Feld zur Seite, runter, ein Feld zur Seite. Der Körper bleibt geordnet, und geordnet heißt, dass er dir nicht den Weg abschneidet.
Bleib in Randnähe. Die Mitte wirkt sicher, weil sie in alle Richtungen Ausgänge hat, und ist die Falle: Ein Körper durch die Mitte teilt den Bildschirm in zwei Hälften und sperrt dich früher oder später in die falsche. Ein Körper an den Wänden hält das Feld offen.
Achte darauf, wo der Schwanz sein wird, nicht wo er ist. Der Schwanz rückt nach, während du fährst: Ein jetzt besetzter Platz kann in drei Zügen frei sein. Das ist die Überlegung, mit der man sich in scheinbar geschlossene Gassen fädelt. Praktisch kannst du immer deinem eigenen Schwanz folgen, denn er rückt einen Moment vor dir weg.
Nimm das Futter nicht sofort. Erscheint es dort, wo du dafür durch den eigenen Körper müsstest, ignorier es eine Runde und sortier dich erst. Futter verfällt nicht.
Enge Kurven kosten. Jeder Richtungswechsel hinterlässt eine Ecke, und Ecken sind die Stellen, an denen man später nicht mehr durchkommt. Bei gleicher Strecke heißt weniger Kurven mehr freier Platz.
Warum man immer auf dieselbe Weise verliert
Fast jede Partie endet auf eine von zwei Arten: Man fährt gegen eine Wand, weil die Richtung einen Moment zu spät kam, oder man sperrt sich in einer Schleife des eigenen Körpers ein. Der erste Fehler ist Reflex und bessert sich mit Übung; der zweite ist Planung, und er trennt fünfzig Punkte von zweihundert.
Passiert dir häufig der zweite, ist die Abhilfe nicht, schneller zu fahren, sondern aufzuhören, dem Futter diagonal nachzujagen — was die Schlange ohnehin nicht kann.
Häufige Fragen
Fährt die Schlange durch die Ränder hindurch?
Nein: Einen Rand zu berühren beendet die Partie. Das ist die klassische Fassung, in der der Bildschirm ein geschlossener Kasten ist.
Kann ich umkehren?
Nein, eine 180-Grad-Wende geht nicht: Man führe in den eigenen Hals. Zum Umkehren braucht es zwei Kurven.
Wird es schneller?
Ja, mit der Länge der Schlange, bis zu einer Grenze, die von der gewählten Stufe abhängt. Auf Schwer ist das Anfangstempo bereits mehr als doppelt so hoch wie auf Leicht.
Ab wann wird eine Partie schwierig?
Etwa ab fünfzig Punkten nimmt die Schlange so viel Bildschirm ein, dass jede Kurve mehrere Züge im Voraus entschieden werden muss. Ab da ist es kein Reaktionsspiel mehr, sondern ein Platzproblem.
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