Pyramiden-Solitär
Achtundzwanzig Karten als Pyramide und eine einzige Regel: Man entfernt paarweise die Karten, die zusammen 13 ergeben, der König geht allein. Fünf Minuten pro Partie. Die ganze Schwierigkeit steckt in der Reihenfolge, in der man freilegt, denn jede Karte deckt zwei andere zu.
Die Regeln
Achtundzwanzig Karten liegen als Pyramide in sieben Reihen. Jede Karte wird von den beiden darunter zugedeckt: Verwenden lässt sich nur eine freie Karte, also eine, auf der nichts liegt. Die übrigen Karten bilden einen Talon, von dem man einzeln zieht.
Entfernt werden Kartenpaare, die zusammen 13 ergeben, wobei das Ass 1 zählt, der Bube 11, die Dame 12 und der König 13:
- Ass + Dame
- 2 + Bube
- 3 + 10
- 4 + 9
- 5 + 8
- 6 + 7
- Der König geht allein, denn er ist bereits 13 wert.
Man darf eine Pyramidenkarte mit einer anderen Pyramidenkarte kombinieren oder mit der offenen Talonkarte. Gewonnen hat, wer die ganze Pyramide abträgt. In dieser Fassung darf man den Talon dreimal durchgehen. Gespeichert wird die Zugzahl: weniger ist besser.
Wie man es gut spielt
Entferne Könige, sobald du sie siehst. Es gibt keinen Nachteil: Sie gehen allein und legen frei, was darunter liegt. Kein anderer Zug im Spiel kostet so wenig.
Bevor du ein Paar entfernst, sieh nach, wo die gleichrangigen Karten liegen. Jeder Wert kommt viermal vor. Kannst du eine 8 mit einer 5 entfernen, liegt aber tief in der Pyramide eine zweite 5, die eine 8 brauchen wird, und sind die übrigen Achten schon weg, hast du diese Karte gerade verurteilt. Diese Überlegung trennt gewonnene von verlorenen Partien, und mehr ist es nicht.
Zählen lohnt sich. Es braucht kein Meistergedächtnis: Es genügt zu merken, wenn ein Wert knapp wird. Sind drei von vier Neunen draußen und liegen noch zwei Vieren in der Pyramide, kommt eine davon nie heraus.
Grab dort, wo die Pyramide am tiefsten ist. Karten der unteren Reihen sind sofort verfügbar, blockieren aber am wenigsten; das eigentliche Ziel sind die oberen Reihen. Bevorzuge also Züge, die Karten senkrecht entfernen statt waagerecht.
Zieh nicht aus Gewohnheit. Jeder Zug bringt das Ende des Durchgangs näher. Bevor du den Talon anfasst, prüfe die Paare zwischen zwei freien Pyramidenkarten: Die sind immer geschenkt.
Wenn die Partie verloren ist
Pyramide hat eine niedrige Gewinnquote: Viele Auslagen sind auch bei perfektem Spiel nicht lösbar, typischerweise weil zwei Karten desselben Werts einander in der Pyramide zudecken. Wenn du eine 6 direkt über der 7 siehst, die sie bräuchte, und die übrigen Siebenen sind schon draußen, ist diese Partie entschieden.
Das ist kein Mangel: Es ist der Grund, warum eine Partie fünf Minuten dauert und man sofort die nächste beginnen kann.
Häufige Fragen
Geht der König allein weg?
Ja, er ist für sich 13 wert und braucht keinen Partner. Asse zählen 1 und brauchen eine Dame.
Darf ich eine Talonkarte mit einer anderen Talonkarte kombinieren?
Ja, wenn beide offen liegen. Ein Zug, auf den man im letzten Durchgang achten sollte, wenn die Pyramide fast leer ist.
Wie oft darf ich den Talon durchgehen?
Drei Durchgänge insgesamt. Nach dem letzten bleiben nur noch die Paare innerhalb der Pyramide.
Warum ausgerechnet 13?
Weil ein Blatt dreizehn Werte hat, von 1 bis 13, sodass jede Karte genau einen Partner besitzt, der sie auf 13 bringt. Auf dieser Symmetrie ist das Spiel gebaut.
Weitere Spiele
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