Klondike-Solitär
Klondike ist das Solitär, das alle einfach „Solitär“ nennen, das auf jedem Computer der Neunziger lag. Aus dem Bauch gespielt gewinnt man etwa jede dritte Partie. Zwischen dieser Zahl und dem Doppelten liegen zwei, drei Entscheidungen pro Partie — und alle sehen harmlos aus.
Auslage und Ablauf
Sieben Stapel nebeneinander: der erste mit einer Karte, der zweite mit zwei, bis zum siebten mit sieben. Von jedem Stapel liegt nur die letzte Karte offen. Die übrigen Karten bilden den Talon, von dem gezogen wird.
Bewegt wird in zwei Richtungen:
- Auf den Stapeln baut man absteigend mit wechselnden Farben: Eine rote 9 kommt unter eine schwarze 10. Man darf auch eine bereits geordnete Gruppe verschieben, und in den Platz eines geleerten Stapels darf nur ein König.
- Auf den vier Ass-Feldern oben baut man je Farbe aufsteigend vom Ass zum König. Alle zweiundfünfzig Karten dorthin zu bringen heißt gewonnen.
Jedes Mal, wenn du die letzte verdeckte Karte eines Stapels freilegst, dreht sie sich um: Das ist der eigentliche Motor der Partie.
Bei Pocket Games
Gezogen wird eine Karte auf einmal, und ist der Talon leer, darf man ihn noch zweimal umdrehen: drei Durchgänge insgesamt. Auch das Umdrehen des Talons zählt als Zug.
- Karten bewegen. Du kannst eine Karte oder eine Gruppe ziehen, erst die Karte und dann das Ziel antippen oder die Karte doppelt antippen: Beim Doppeltipp geht sie aufs Ass-Feld, wenn sie dort passt, sonst auf eine Spalte, die sie annimmt.
- Rückgängig. Drei Rücknahmen pro Partie, bis zu drei Züge zurück. Sind sie aufgebraucht, gibt es in der App für ein Video drei weitere, so oft du willst; im Browser bleibt es bei den dreien.
- Hinweise. Nach 15 Sekunden ohne Zug hebt das Spiel einen Zug hervor; jeder weitere Hinweis derselben Partie kommt 5 Sekunden später. Vorgeschlagen werden nur Züge, die weiterbringen, nie ein bloßes Umschichten zwischen zwei Spalten. Im Optionsmenü lassen sich die Hinweise abschalten.
- Automatisches Ende. Sind Talon und Ablage leer und alle Karten offen, wandern die letzten von selbst auf die Ass-Felder.
- Verlorene Partie. Gibt es keinen sinnvollen Zug mehr und lässt sich der Talon nicht mehr umdrehen, erscheint „Keine Züge mehr“, und die Partie ist vorbei.
- Speichern. Die Partie wird nach jedem Zug gespeichert, samt verbleibender Rücknahmen: Beim nächsten Öffnen kannst du per Taste weiterspielen.
Der Rekord ist die niedrigste Zugzahl, mit der du ein Solitär beendet hast, und er ist der einzige Wert, der mit deinem Konto synchronisiert wird: Gewonnene Partien werden nicht gezählt.
Die Strategieregeln, auf die es ankommt
Verdeckte Karten aufdecken geht vor allem anderen. Wähle zwischen zwei möglichen Zügen immer den, der eine verdeckte Karte umdreht, und darunter den, der den Stapel mit den meisten verdeckten Karten freilegt. Lange Stapel können die Partie blockieren: Sie müssen früh abgetragen werden, solange es noch Möglichkeiten gibt.
Leg nicht alles auf die Ass-Felder. Das ist der häufigste und teuerste Fehler. Eine niedrige Karte auf dem Ass-Feld kommt nicht zurück, und eine rote 4 kann die Ablage sein, die eine schwarze 3 braucht. Leg eine Karte ab, wenn sie niemandem mehr nützt: praktisch dann, wenn beide niedrigeren Karten der Gegenfarbe ebenfalls oben liegen.
Ein leerer Platz ist mehr wert als ein Zug. Aber nur, wenn du einen König dafür hast oder sicher weißt, dass einer kommt. Einen Stapel ohne König zu leeren heißt, eine Spalte umsonst blockiert zu haben.
Denk nach, bevor du ziehst. Das Ziehen verändert die verfügbare Karte und, in späteren Durchgängen, die Reihenfolge, in der die Talonkarten zurückkehren. Erst die Züge auf dem Tisch auszuschöpfen hält die Möglichkeiten länger offen.
Achte auf den dritten Durchgang. Bei nur drei Durchgängen haben die Talonkarten, die du nicht unterbringst, begrenzt viele Gelegenheiten. Brauchst du eine Karte und lässt sie zweimal vorbei, ist das dritte Mal das letzte.
Wenn eine Partie verloren ist
Nicht jede Auslage ist gewinnbar: Beim Ziehen einzelner Karten haben etwa 20 bis 25 Prozent keine Lösung, was auch immer du tust. Das typische Zeichen sind zwei oder drei Könige tief in den langen Stapeln, ohne Weg dorthin. Das zu erkennen und neu anzufangen ist eine legitime Entscheidung — und auch der Grund, warum hier die Zugzahl gespeichert wird und nicht die Zahl der Siege.
Häufige Fragen
Wie nehme ich einen Zug zurück?
Mit der Taste oben neben dem Zugzähler. Du hast drei Rücknahmen pro Partie, die für die letzten drei Züge gelten; sind sie weg, bietet dieselbe Taste in der App ein Video an, das drei neue bringt; im Browser gibt es keine weiteren. Zurückgenommene Züge verschwinden auch aus dem Zähler und belasten den Rekord nicht.
Kann man die Hinweise abschalten?
Ja, im Optionsmenü der Partie, und die Einstellung bleibt für die folgenden Partien. Sind sie an, kommt der erste Hinweis nach 15 Sekunden ohne Zug, jeder weitere 5 Sekunden später.
Kann ich eine Partie unterbrechen und später weiterspielen?
Ja. Die laufende Partie wird nach jedem Zug gespeichert, und wenn du Solitär wieder öffnest, machst du dort weiter, wo du warst. Startest du stattdessen eine neue Partie, fragt das Spiel vorher nach.
Bleibt mein Rekord beim Handywechsel erhalten?
Ja, wenn du dich mit deinem Google-Konto anmeldest: Die niedrigste Zugzahl wird synchronisiert, und bei zwei Geräten gilt der bessere Wert. Die Zahl der gewonnenen Partien wird nicht erfasst.
Warum nicht sofort auf die Ass-Felder ablegen?
Weil das Ass-Feld eine Einbahnstraße ist. Eine zu früh abgelegte 2 lässt das Ass einer anderen Farbe ohne Ablage, und die Partie blockiert zehn Züge später, wenn man die beiden Dinge längst nicht mehr verbindet.
Weitere Spiele
Zur vollständigen Spieleliste oder Pocket Games im Browser öffnen: kostenlos und ohne Anmeldung.