Sudoku
Sudoku ist kein Spiel mit Zahlen, sondern eins mit Positionen: die Ziffern sind bloß neun Symbole, die sich bequem schreiben lassen. Gerechnet wird nie. Hier stehen die Regeln, die Techniken, mit denen sich fast jedes Gitter schließen lässt, und wie die Fassung von Pocket Games funktioniert.
Die Regeln in drei Zeilen
Das Gitter ist 9×9 groß und in neun 3×3-Blöcke geteilt. Einige Felder sind bereits gefüllt: das sind die Vorgaben, und sie bleiben unverändert. Alle übrigen Felder werden so gefüllt, dass jede Zeile, jede Spalte und jeder Block die Ziffern 1 bis 9 genau einmal enthält.
Alles andere folgt daraus. Steht in einer Zeile bereits eine 7, kann dort keine zweite stehen. Hat ein Block nur noch ein freies Feld und fehlt allein die 4, dann gehört dorthin die 4. Ein sauber gebautes Gitter hat genau eine Lösung, und man kommt immer durch Schlussfolgern dorthin: Raten ist nie nötig.
So funktioniert es bei Pocket Games
Feld antippen, Ziffer aus dem Feld unter dem Gitter wählen. Ziffern, die bereits neunmal verwendet wurden, verschwinden aus der Auswahl, damit man sie nicht mehr sucht.
- Drei Schwierigkeitsgrade. Leicht startet mit 35 gefüllten Feldern, Mittel mit 28, Schwer mit 26. Es geht dabei nicht nur um die Menge, sondern darum, welche Techniken nötig werden. Leicht fällt allein mit den Singles, Mittel verlangt zusätzlich blockierte Kandidaten, Schwer noch nackte Paare — alles weiter unten erklärt.
- Notizen. Der Bleistift schaltet in den Notizmodus: die eingetragenen Ziffern bleiben klein in der Ecke des Feldes stehen, genau wie die Kandidaten, die man sich im Rätselheft mit Bleistift notiert. Das ist der Unterschied zwischen Lösen und Alles-im-Kopf-behalten-wollen.
- Ein Tipp pro Partie. Nur einer: er deckt ein einzelnes Feld auf. Er soll weiterhelfen, nicht das Rätsel für dich lösen.
- Die Uhr läuft, und deine beste Zeit pro Schwierigkeitsgrad wird gespeichert. Mit einem Google-Konto findest du sie auf dem anderen Gerät wieder, zusammen mit der Zahl der gelösten Gitter.
- Die Partie speichert sich selbst. Du kannst mittendrin schließen und stehst danach exakt wieder dort, Notizen inklusive.
- Am Computer geht es mit der Tastatur: Pfeiltasten bewegen die Auswahl, 1 bis 9 schreiben, Rücktaste löscht.
Die Techniken, die fast alles lösen
Der nackte Single. Sieh dir ein leeres Feld an und streiche im Kopf jede Ziffer, die in seiner Zeile, seiner Spalte oder seinem Block schon vorkommt. Bleibt genau eine übrig, ist sie die Antwort. Flächendeckend angewendet ist das die langsamste Technik, aber sie beendet die leichten Gitter.
Der versteckte Single. Dieselbe Idee, umgekehrt: Statt vom Feld auszugehen, geh von der Ziffer aus. Nimm einen Block und frage, wo die 5 stehen kann. Die Zeilen und Spalten durch diesen Block enthalten womöglich schon Fünfen, was fast alle Felder ausschließt; bleibt nur eins übrig, gehört die 5 dorthin — auch wenn in dieses Feld theoretisch andere Ziffern passen würden. Das ist die Technik, die die meisten Stellungen öffnet, und die erste, die man üben sollte.
Blockierte Kandidaten. Liegen alle möglichen Plätze für die 3 innerhalb eines Blocks in derselben Zeile, dann steht die 3 dieses Blocks irgendwo in dieser Zeile. Wo genau, weißt du noch nicht, aber genug, um die 3 zu streichen — in allen Feldern derselben Zeile in den beiden anderen Blöcken. Das ist der erste echte Sprung: Man schließt etwas, ohne ein einziges Feld zu füllen.
Das nackte Paar. Zwei Felder derselben Zeile (oder Spalte oder desselben Blocks), in die nur dieselben zwei Ziffern passen, etwa 2 und 7. Welche wohin gehört, weißt du nicht, aber die beiden Ziffern sind reserviert: 2 und 7 lassen sich in allen anderen Feldern dieser Zeile streichen. Ab Schwer nötig, und ohne Notizen praktisch unsichtbar.
Fehler, die Zeit kosten
- Raten. Ein sauberes Gitter verlangt es nie. Eine aus dem Bauch gesetzte Ziffer taucht zwanzig Züge später wieder auf, wenn man längst nicht mehr weiß, welche Felder von ihr abhängen.
- Überall Kandidaten notieren. Jedes leere Feld mit Notizen zu füllen ergibt ein unlesbares Gitter. Besser nur dort notieren, wo man gerade denkt.
- Nur die Zeilen absuchen. Schwere Gitter öffnen sich fast immer über die Blöcke — die Richtung, in die das Auge am seltensten schaut.
- Notizen nicht nachführen. Jede gesetzte Ziffer macht anderswo Kandidaten ungültig. Eine veraltete Notiz ist schlimmer als gar keine.
Häufige Fragen
Muss man gut rechnen können?
Nein. Die neun Symbole könnten Buchstaben oder Farben sein und das Spiel wäre dasselbe: Es wird nie addiert oder multipliziert.
Wie lange dauert ein Sudoku?
Ein leichtes Gitter fünf bis zehn Minuten, ein schweres kann zwanzig und mehr brauchen. Die Uhr ist dazu da, dich selbst zu schlagen: Die Zeiten anderer sagen nichts, weil die Gitter verschieden sind.
Hat jedes Sudoku nur eine Lösung?
Die hier erzeugten schon, und genau deshalb kommt man immer durch Schlussfolgern ans Ziel. Ein Gitter mit zwei Lösungen ist technisch gesehen ein kaputtes Rätsel.
Kann man offline spielen?
Ja. Die Gitter entstehen auf dem Gerät, das Spiel läuft also ganz ohne Verbindung; die braucht es nur, wenn die Rekorde synchron bleiben sollen.
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